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Neusser Straße/Gürtel: Stadt plant Umbau des Nippeser Knotenpunkts

Barrierefrei, mehr Grün, neue Radwege und keine freien Rechtsabbieger mehr: Die Stadt will den Knotenpunkt Neusser Straße/Gürtel umbauen. Was geplant ist.

Von VEEDELCGN Redaktion · Veröffentlicht am

Wer in Nippes oder Riehl wohnt, kennt die Ecke: Neusser Straße/Gürtel, Bezirksrathaus auf der einen Seite, die Hochbahn-Haltestelle auf der anderen, dazwischen viel Asphalt, Abbiegespuren und Ampeln, an denen man gefühlt ewig steht. Genau diesen Knotenpunkt will die Stadt jetzt umkrempeln. Am Dienstag hat sie angekündigt, dass eine Planungsvorlage für die Neugestaltung in die politischen Gremien geht.

Warum überhaupt?

Die Haltestelle ist einer der wichtigsten Umsteigepunkte im Kölner Norden. Hier halten die Stadtbahnlinien 12, 13 und 15 sowie die Busse 121, 140 und 147, bei Bedarf zusätzlich die Taxibusse 184 und 186. Drumherum liegen Bezirksrathaus, Stadtteilbibliothek, Schulen und Geschäfte. Trotzdem erfüllt der Bereich laut Stadt nicht die gesetzlichen Anforderungen an Barrierefreiheit. Viele Hindernisse und Querungen machen es vor allem Menschen mit Geh- oder Sehbehinderung schwer, sich hier sicher zu bewegen.

Was sich ändern soll

Die Liste ist ziemlich lang. Die wichtigsten Punkte:

  • Barrierefreie Bushaltestellen und breitere, sichere Gehwege
  • Mehr Ampelübergänge, damit man nicht mehr über mehrere Spuren balancieren muss
  • Taktile und akustische Leitsysteme, die direkt an Bahn- und Bussteige anschließen
  • Alle freilaufenden Rechtsabbieger fallen weg, also die Spuren, auf denen Autos ohne Ampel um die Ecke rauschen
  • Neue Radwege entlang der Neusser Straße und mehr Fahrradstellplätze, inklusive gesicherter Bike+Ride-Plätze und Platz für Lastenräder
  • Flächen für Sharing, etwa Leihräder, E-Scooter und Carsharing, sollen mitgedacht werden

Dazu kommt Grün: Was an Fahrbahn frei wird, soll zu Grünflächen, Sitzecken und besseren Wegen werden. Neue Bäume sollen Schatten spenden, Regenwasser soll vor Ort versickern statt im Kanal zu landen. An der Nordwestseite der Stadtbahnhaltestelle ist sogar ein kleiner neuer Platz geplant, auf dem auch mal Aktionen oder kleinere Veranstaltungen laufen könnten.

Passt zum Niehler Gürtel

Ganz zufällig kommt das nicht. Schon am Montag hat die Stadt die Entwurfsplanung für die Radverbindung „Niehler Gürtel“ in die Politik gegeben. Die ersten zwei Abschnitte zwischen Merheimer Straße und Niehler Kirchweg sollen am Rand des geplanten Parks „GrünZug Nippes“ entstehen: fünf Meter Radweg plus drei Meter getrennter Gehweg. Gebaut werden soll dort nach aktuellem Plan 2027 und 2028, Kosten rund 900.000 Euro. Langfristig soll die Route auf rund fünf Kilometern vom Wiener Platz bis zur Geldernstraße führen und Ehrenfeld besser mit Mülheim verbinden. Der umgebaute Knotenpunkt Neusser Straße/Gürtel liegt genau auf dieser Achse.

Wann passiert was?

Jetzt bitte nicht nächste Woche mit Baggern rechnen. Erst muss die Politik der Vorlage zustimmen, dann folgen Entwurfsplanung, eine Öffentlichkeitsbeteiligung und später ein eigener Baubeschluss. Umgesetzt werden soll das Ganze laut Stadt im Jahr 2030. Die Kosten schätzt die Verwaltung auf rund vier Millionen Euro, für 2027 beantragt sie zusätzlich 185.000 Euro für Gutachten. Fördergeld vom Land NRW soll einen Teil abdecken.

Unser Tipp für alle Nippeser: Wenn die Bürgerbeteiligung startet, mitreden. Wer täglich an der Ecke umsteigt, weiß am besten, wo es hakt. Wir halten euch auf dem Laufenden.

Quellen

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt. So arbeiten wir. Fehler gefunden? Schreib uns an [email protected].

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