Blindgänger-Verdacht in Riehl: Mögliche Evakuierung am 5. November
An den Sozial-Betrieben in Riehl liegt vielleicht eine Weltkriegsbombe. Was Anwohner, Angehörige und Pendler über die mögliche Räumung am Donnerstag wissen sollten.

In Riehl könnte es am kommenden Donnerstag, 5. November, ernst werden: Bei einer Baustelle im Umfeld der städtischen Sozial-Betriebe Köln (SBK) hat der Kampfmittelbeseitigungsdienst Rheinland einen Verdacht auf einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg. Ob da wirklich eine Bombe im Boden liegt, ist noch nicht klar, die Untersuchungen laufen. Die Stadt bereitet trotzdem schon alles für eine mögliche Evakuierung vor. Hier kommt, was ihr jetzt wissen müsst, egal ob ihr in Riehl wohnt, dort jemanden besucht oder nur über den Niehler Gürtel pendelt.
Was bisher bekannt ist
Der Verdacht kam bei einer Baumaßnahme rund um das Gelände der SBK auf. Bestätigt sich, dass es ein noch zündfähiger Blindgänger ist, muss der Bereich für die Entschärfung geräumt werden. Ordnungsamt, Feuerwehr und Hilfsorganisationen planen das bereits gemeinsam mit den Sozial-Betrieben. Als Termin für die mögliche Evakuierung nennt die Stadt Donnerstag, 5. November 2026. Eine Uhrzeit und den genauen Radius gibt es noch nicht.
Betroffen wären laut Stadt rund 130 Anwohnerinnen und Anwohner sowie ein Teil des SBK-Geländes. Dort wohnen viele ältere Menschen, deshalb ist die Planung schon jetzt recht konkret:
- Pflegeheime: Weil nicht alle Gebäude des Seniorenzentrums in der Gefahrenzone lägen, könnten die Bewohnerinnen und Bewohner der betroffenen Häuser innerhalb des Geländes umziehen.
- Seniorenwohnungen: Für die Mieterinnen und Mieter stünden Busse bereit, die zum Dreikönigsgymnasium an der Escher Straße 247 fahren.
- Anlaufstelle: In der Aula der Schule würde eine Betreuungsstelle für bis zu 250 Personen eingerichtet.
Bitte Besuche verschieben
Ihr habt Oma, Opa oder Freunde bei den SBK in Riehl? Die Stadt bittet Angehörige und Bekannte, Besuche am 5. November möglichst auf einen anderen Tag zu legen. Das entlastet die Teams vor Ort, falls es tatsächlich zur Räumung kommt.
Was das für Verkehr und KVB bedeutet
Auch wer nicht in Riehl wohnt, könnte die Entschärfung zu spüren bekommen. Im Fall einer Evakuierung wären nach Angaben der Stadt betroffen:
- Teile des Niehler Gürtels
- der linksrheinische Bereich der Mülheimer Brücke
- Teile des Niehler Hafens
- die Stadtbahnlinien 13 und 18 der KVB
- wahrscheinlich auch die Buslinie 140
Heißt für Pendlerinnen und Pendler zwischen Nippes, Riehl und Mülheim: Am Donnerstag lieber etwas mehr Zeit einplanen und kurz vor der Abfahrt in die KVB-App oder auf die Störungsseite schauen. Wer mit dem Auto über die Mülheimer Brücke will, sollte sich auf Sperrungen und Umleitungen einstellen.
Wie geht es weiter?
Noch ist es ein Verdacht, kein bestätigter Fund. Die Stadt hat angekündigt, über die weiteren Schritte zu informieren, sobald feststeht, ob es sich wirklich um einen zündfähigen Blindgänger handelt. Dann dürfte auch klar sein, wann genau und in welchem Umkreis geräumt wird.
Blindgänger sind in Köln leider keine Seltenheit, die Entschärfungen laufen meist routiniert ab. Trotzdem gilt: Hinweise der Einsatzkräfte ernst nehmen und Absperrungen respektieren. Wir halten euch auf dem Laufenden und aktualisieren diesen Artikel, wenn es Neuigkeiten gibt.
Alle Angaben ohne Gewähr, maßgeblich sind die Informationen der Stadt Köln.
Quellen
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